#11 Klein aber oho - die Rolle der Niere in unserer Ernährung
Shownotes
Frau Dr. Zöllner ist Nephrologin und Ernährungsmedizinerin und das ist gut für ihre Patienten, denn die Nieren spielen eine wichtige Rolle in unserer Ernährung. Das bekommen wir aber oft erst mit, wenn die Nieren nicht mehr richtig arbeiten. Besonders deutlich wird dies, wenn nicht mehr ausreichend Flüssigkeit ausgeschieden wird und gleichzeitig ein großes Durstgefühl besteht. Woran soll man sich orientieren, wenn man den eigenen Körpersignalen nicht mehr trauen kann. Mit Geduld und Hingabe begleitet Frau Dr. Zöllner ihre Patienten durch die Nierenerkrankung und gibt ihnen wertvolle Tipps, wie sie nicht auf alles verzichten müssen, Spaß am Essen behalten und bei Kräften bleiben.
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00:00:03: Appetit auf Leben, der Ernährungsputkast von B. Braun.
00:00:07: Wenn Essen nicht mehr selbstverständlich ist zur Herausforderung wert und die Kraft schwindet dann fühlst du dich hilflos.
00:00:14: Das musst du nicht denn es gibt Lösungen.
00:00:16: Wir sprechen mit Menschen
00:00:17: die Mut machen Die Erfahrung
00:00:19: haben oder selbst Ähnliches erlebt haben.
00:00:22: Es gibt viele Wege zurück zum AppetIT Und damit auf Leben.
00:00:26: Schön dass Du dabei bist.
00:00:29: Moin ich bin Ulrike von Herz und ich spreche heute mit Frau Dr.
00:00:35: Zöllner, Nephrologen- und Ernährungsmedizinerin aus Kaufbeuren.
00:00:42: Appetit auf Leben im Gespräch!
00:00:46: Liebe Frau
00:00:46: Dr.,
00:00:47: bitte stellen Sie sich vor.
00:00:49: Einen schönen guten Morgen.
00:00:50: das tue ich sehr gerne.
00:00:52: mein Name ist wie sie gerade schon gesagt haben Victoria Zölller.
00:00:55: Ich bin Ärztin von Nierenheilkunde hier am Schönen Allgäu Und sozusagen auch ein bisschen hobbymäßig und aus Leidenschaft Ernährungsmedizinerin.
00:01:05: Das hat mich nämlich schon sehr früh interessiert, auch privat habe ich immer wieder mit der Ernährung beschäftigt in unterschiedlichen Lebensphasen und hab dann schon vor gut zehn Jahren gedacht Ich möchte das Ganze auch ein bissel professionellisieren und habe deswegen damals schon die Weiterbildung zur Ernähringsmedizinering gemacht Auch aus dem Gefühl heraus dass es gerade für mir an Patienten eine wichtige Ergänzung ist.
00:01:28: Ich finde die Kombination großartig.
00:01:30: Ich habe ja selber in Dialösen auch gearbeitet und bin leider, in meiner aktiven Zeit dieser Kombination nicht begegnet.
00:01:38: Deswegen freue ich mich sehr, dass wir heute sprechen können.
00:01:43: Und würde aber gerne mal fragen, ernährt sich eine Ernährungsmedizinerin anders?
00:01:50: Was haben Sie heute gefrühstückt?
00:01:53: Das ist eine gute Frage!
00:01:55: Dass es leicht zu beantworten.
00:01:56: was das Frühstück angeht denn ich frischte jeden Morgen tatsächlich das Gleiche.
00:02:01: Ich frischete jeden Morgen Haferflocken in Wasser gekocht, zusammen mit Bären die ich im Sommer in meinem Garten geflückt habe und dann eingefroren hab noch ein bisschen Honig- und Zimt dazu.
00:02:13: und dazu trinke ich tatsächlich jeden Morgen einen frischen Ingwer-Tee indem ich noch ein bißchen Kurkuma ablässig mische.
00:02:19: Und das mache ich wirklich jeden Morgen Denn so eine gewisse Regelmäßigkeit ist da einfach sehr hilfreich.
00:02:26: morgens ist man ja oft auch noch müde und gerade vor der Dialyse stehe ich früh auf, da muss das einfach alles so auf Autopilot laufen.
00:02:35: Ob ich mich als Ernährungsmedizinerin anders ernähre?
00:02:39: Ich würde sagen, ich ernähr mich bewusst.
00:02:41: Da ich mich ja schon bevor ich ErnährungsmedizinerInnen war, auch mit Ernährungen beschäftigt habe, hab' ich da schon immer einen Fokus draufgelegt.
00:02:49: Ich ernähren mich tatsächlich seitdem nochmal ein Stück weit bewusster.
00:02:53: Ich achte darauf was es sich... Nicht nur weiß ich es, sondern auch wo kommt das her?
00:03:00: Versuche natürlich mich abwechslungsreich zu ernähren.
00:03:02: Das ist allerdings gerade im Alltag oft auch schwierig.
00:03:06: Ich versuch fertig Produkte zu vermeiden aber ganz ehrlich nicht nur meinen Kindern schmecken Pommes, mir schmecken die Pommes auch!
00:03:13: Insofern braucht's einfach eine gewisse Disziplin und unser geheimen Rezept in Anführungszeichen liegt darin, dass wir versuchen so fünf bis sieben Gerichte zu haben die schnell zubereitet sind.
00:03:30: Die frisch sind aus den möglichst immer gleichen Zutaten damit es einfach auch die Kinder kennen, damit wir alle eine gewisse Gewohnheit haben und dann klappt das auch das im Alltag zu integrieren.
00:03:42: Aber dann sind Sie damit ja auf jeden Fall auch schon mal ein sehr gutes Vorbild für Ihre Patienten mit Niereninsuffizienz.
00:03:50: Bei mir als ich anfing vor langer, langer Zeit habe ich mich nicht getraut den Patienten gesunde Ernährung zu empfehlen.
00:03:59: Das ist jetzt natürlich ein bisschen anders.
00:04:04: Welche Rolle spielt denn die Ernährungen?
00:04:07: Niereninsuffizienz ist ja alles von bis.
00:04:10: wir reden jetzt nicht nur von den Patienten an der Dialyse sondern auf Vielleicht der Diabetiker, der für eine Vorsorge zu ihnen kommt und dann eine leichte Niereninsuffizienz hat.
00:04:21: Das sollten wir vielleicht auch nochmal erklären.
00:04:22: was heißt Leichte Nieren Insuffiziens?
00:04:25: Was heißt die Eluse?
00:04:26: wie viele Jahre liegen da können dazwischen liegen?
00:04:29: Und welche Rolle spielt die Ernährung auf der Reise mit Nieren ins Offizience?
00:04:37: Ich würde sagen die Ernärung spielt immer eine Rolle für jeden Menschen eine Rolle, egal ob er nirgankrank ist.
00:04:43: Ob er Diabetiker oder gar keine Krankheit hat.
00:04:46: Also Ernährung ist ein essentieller Bestandteil unseres Lebens.
00:04:50: Es gibt ja auch den schönen Spruch der Mensch ist was er isst und das stimmt einfach in meinen Augen.
00:04:57: Was die Nierenkrankheit angeht spielt es eine große Rolle?
00:05:01: In meinen Augen sehen sicherlich manche auch anders.
00:05:04: ich sehe so Und was ich erlebe im täglichen Alltag ist, dass die Patienten auch danach fragen.
00:05:09: Egal ob der Patient erstmalig vom Hausarzt, vom Diabetologen von dem auch immer geschickt wird damit man mal nach den Nieren schaut wenn die Einstrengung vielleicht nur gering ist.
00:05:20: viele, viele Menschen fragen danach.
00:05:22: Ich erlebe auch oft das die Patienten kommen und dann sogar sagen oh ich habe mir schon ein Buch gekauft chronische Nierenkrankheitsstadion drei und es jetzt nur noch ganz streng nach diesem Buch.
00:05:33: Da muss ich sagen das is natürlich toll und möchte ich auch fördern, aber da versuche ich dann oft zu bremsen.
00:05:41: Das ist ganz toll, dass Sie sich danach richten.
00:05:44: Aber bitte, bitte schränken Sie sich nicht so sehr ein!
00:05:46: Denn sie brauchen Lebensqualität.
00:05:49: Essen isst Lebensqualität.
00:05:52: Und wenn Sie zuseher darauf fokussieren, was Sie dürfen oder nicht dürfen, halten Sie das nicht für immer durch.
00:05:58: Suchen Sie sich Sachen, die Sie gerne essen, schauen Sie ob die gut sind.
00:06:02: für die motivierten Patienten biete ich dann auch immer eine Ernährungsberatung an oder professionelle Ernährungstherapie, die wir als Ärzte ja sogar rezeptieren können.
00:06:13: Leider wird nicht alles übernommen von den Krankenkassen.
00:06:15: das ist immer individuell unterschiedlich aber das ist etwas was sich dann in diesen Fällen immer empfehle.
00:06:22: noch zusätzlich einfach als Begleitung und als Unterstützung Und auf ihre Frage wie viele Jahre jetzt zwischen einer chronischen Nierenkrankheit, einer leichten Nieren- krankheit und der Dialyse liegen.
00:06:33: Das lässt sich leider nicht pauschal beantworten.
00:06:35: Dass es je nach Nierenkrankheit vollkommen unterschiedlich und selbst bei einem Diabetiker können da fünfzig Jahre dazwischenliegen kann es sein dass die Dialyse niemals ein Thema wird kann es aber auch sein das die Dialiese leider schon nach nem Jahr thema wird.
00:06:49: Bei gleichem Ausgangsstadium ist es so individuell unterschiedlich wie wir individuell auch alle unterschiedlich sind.
00:06:57: Man könnte vielleicht sagen, man braucht keine Angst mehr vor gesunde Ernährung
00:07:04: haben
00:07:05: bis dann der Behandelte Arzt das Gegenteil sozusagen empfiehlt.
00:07:12: So als Message auch weitergeben.
00:07:14: ich bin ja Ernährungswissenschaftlerin und habe in den neunziger Jahren studiert Eiweißarme Ernährung beschäftigt, das ist in vielen Köpfen auch noch drin.
00:07:28: Ich habe mich jetzt auch mit den neueren Empfehlungen beschäftigt und mit Schrecken festgestellt, dass die salzarme Ernährung, die ich in der Ernährungsberatung immer so ein bisschen... Ich hab' sie immer so n bisschen links liegen lassen weil ich finde, salzarme Ernährungen zu beraten echt schwierig!
00:07:47: Aber
00:07:48: es ist gerade, was Bluthochdruck angeht.
00:07:51: Sie haben ja schon erwähnt verarbeitete Lebensmittel sind auch salzreich.
00:07:54: Wenn wir die einschränken, schränken wir relativ automatisch die Salzzufuhr ein?
00:08:02: Was steckt denn hinter dieser Empfehlung und wie einfach ist das für die Patienten, Salz zu reduzieren?
00:08:12: Es ist extrem schwer!
00:08:15: Das fällt wahrscheinlich auch jedem Einzelnen auf.
00:08:18: Achten Sie doch einfach mal nur darauf, ob bei Ihnen auf dem Tisch ein Salzstreuer steht?
00:08:22: Ich würde vermuten in ninety-fünf Prozent der Haushalte steht ein Salzstreuer auf dem Tisch.
00:08:26: In allen Restaurants stehen Salzstreuern auf einem Tisch um nachzusalzen.
00:08:30: Ich gebe den Patienten den Tipp versuchen sie doch mal den Salzstreuen von ihrem Tisch zu verbannen.
00:08:36: Fällt schon wahnsinnig schwer!
00:08:39: Dann haben wir diesen Klassiker an Ratschlag Würzen statt Salzen finde ich Super, ist auch wirklich in meinen Augen ein guter Tipp.
00:08:49: Fällt aber auch sehr schwer!
00:08:51: Ich habe das im Selbsexperiment mal versucht diese Salzstreuer zu verbannen und man hat Tage ohne Salz zu versuchen auszukommen Und man stellt wirklich fest wow so schmecken Lebensmittel eigentlich?
00:09:05: Ein anderes AHA-Erlebnis hatte ich als meine Kinder noch ganz klein waren und ich preis für sie gekocht hab Aus Karotten, aus Pastinaken, aus Kürbes, wo raus man eben so einen Babybrell kocht Und das ist ja dann nichts anderes als das Gemüse mit Wasser gekocht.
00:09:20: Meistens essen die kleinen Babys ihren Brei nicht komplett auf,
00:09:22: d.h.,
00:09:23: Mama oder Papa, und so habe ich es natürlich auch gemacht.
00:09:28: Wow!
00:09:29: So schmecken Karotten, so schmecken Passenacken, denn das hat man ja eigentlich alles meistens überwürzt und hab damals versucht, nicht der Salz wieder einzuführen.
00:09:38: Ich gestehe, bin auch gescheitert aber ich versuche wirklich für mich... wenig Salz zu essen und das empfehle ich auch all meinen Patienten.
00:09:45: Und wenn man es mal geschafft hat, ein paar Tage den Leitsteuer zu verbannen... ...und dann sogar noch auf dem Tipp Würzen statt Salzen umsteigt!
00:09:52: Auch wenn man jetzt nicht in eigenen Garten hatte gerade der Stadtfeld ist ja natürlich schwer aber zumindest einen Töpfchen Schnittlauch, einen Töffchen Basilikum auf der Küchenbank stehen hat und da einfach so ein paar Kräuter noch abschneidet die da rein mischt, dann ist das nicht nur geschmacklich gut sondern auch noch gesund.
00:10:11: Also, so einfache kleine Tipps helfen dann vielleicht dem ein oder anderen doches zu schaffen.
00:10:16: Aber insgesamt ist es schwer.
00:10:18: Ja also das mit dem Salz muss ich gestehen... Ich habe seit einer Beratung immer so ein bisschen hinten runterfallen lassen.
00:10:26: Ich würde jetzt tatsächlich anders sehen und wenn wir jetzt auch über die gesamte Phase der Niereninsuffizienz reden macht es ja wirklich Sinn früh anzufangen, einfach neugierig zu sein die Ernährung zu verändern.
00:10:40: Also für alle die es möchten, die es auch durchführen möchten weil man dann ja auch extrem profitiert wenn man auf Salz verzichten kann wenn dann tatsächlich die Dialysephase kommt.
00:10:56: Das ist halt auch so.
00:10:57: immer diese Frage, was bekomme ich denn jetzt dafür, wenn ich mich gesund ernähre?
00:11:02: Gerade bei die Lüsepatienten glaube ich schon eine Frage, die auf der Hand liegt.
00:11:06: Außer dieses gute Gefühl für sich selber, sich gesund zu ernähren.
00:11:10: Es ist ja immer ein bisschen schwierig in der Beratung verzichte jetzt auf das damit im zwanzig Jahren das nicht passiert, dass funktioniert ganz schlecht!
00:11:20: Aber wenn ich jetzt beispielsweise, das hatten wir jetzt vorbereitet.
00:11:25: Das ist schuldigung!
00:11:25: Ich frage es trotzdem.
00:11:27: Salz und Bluthochdruck?
00:11:30: Kann man einen Zusammenhang denn sehen?
00:11:33: also erleben die Leute, die auf Salz verzichten eine bessere Blutdruckeinstellung oder kann man das so pauschal gar nicht sagen?
00:11:43: doch ich denke dass kann man sagen.
00:11:45: natürlich wenn man vorher schon versucht, sich Salzarm zu ernähren oder sich auch tatsächlich Salzarme ernährt.
00:11:51: und es gibt Menschen.
00:11:52: Die schaffen das auch!
00:11:53: Also die habe ich getroffen und die gibt es wirklich.
00:11:56: und ja dann geht der Blutdruck auch runter.
00:11:59: Was er dann für die Patienten oft trotzdem ist dass sie sagen jetzt verzichte schon auf Salz und Pratze muss ich noch die Medikamente nehmen?
00:12:06: Ja... Es wird die Mediakamente nicht komplett ersetzen aber vielleicht müssen Sie nur die Hälfte der Medikamente nehmen Und das erleben die Menschen natürlich ja auch unterschiedlich.
00:12:16: Ich würde das gar nicht so sehr über den Blutdruck machen oder versuchen zu beraten, sondern ich würde es vor allem über die Lebensqualität und den Geschmack versuchen.
00:12:23: Denn...
00:12:24: Es
00:12:24: ist wirklich so die Sachen.
00:12:26: Schmecken einfach wieder nach dem was sie eigentlich schmecken?
00:12:28: Und das ist so ein Aha-Erlebnis dass dann doch viele sagen wow ganz egal was man Blut druck macht!
00:12:35: Ich kann es einfach toll, dass es wieder so schmeckt wie es eigentlich schmeckt.
00:12:38: Ja.
00:12:40: Ein bisschen schwierig, wenn wir auf eilweißreiche Lebensmittel zu sprechen kommen.
00:12:45: Weil das sehr häufig Lebensmittel sind die einfach auch von Natur aus schon gesalzen sind oder die man mit Salz zubereitet wie beispielsweise Milchprodukte Käse sogar Brot.
00:12:58: ohne Salz ist wirklich kann ich aus eigener Erfahrung sagen nicht zu essen.
00:13:04: also wir haben natürlich Salz eh schon in Lebensmitteln die wir essen sollen Und dann eben auch Fleisch.
00:13:11: Darf man nicht natürlich schwer zu sagen verzichte auf Salz, ess aber bitte ausreichend Eiweiß!
00:13:17: Das muss man für sich wirklich sehr gut üben.
00:13:21: Ich meine eine Möglichkeit wäre ja süßer.
00:13:23: so wie sie ihr Frühstück beschrieben haben ist das durchaus mit Eiweiss verbunden Aber ohne Salz.
00:13:31: und wenn wir jetzt zum Beispiel Quarkspeisen machen Süße quarkspeisen.
00:13:37: Also da muss man so ein bisschen rumtricksen, weil da bin ich immer so dran stecken geblieben.
00:13:42: Ernährlich eilweißreich aber spar das Salz ein.
00:13:45: Da sind wir nämlich jetzt auch schon an der Dialyse... Wie ist denn das?
00:13:51: Die Patienten kommen an die Dialyse, so hab' ich es noch erlebt und waren dann komplett verwirrt.
00:13:56: was sie gesagt haben, jetzt muss sich ja alles ändern!
00:13:59: Wie ist das bei ihren Patienten?
00:14:03: Also bis die Patienten wirklich an der Diallüse sind versuche ich hauptsächlich eine Mangeländerung zu vermeiden.
00:14:10: Das ist das oberste Ziel, denn Patienten die kurz vor der Dialyse stehen also die eine schwere chronische Nierenkrankheit schon haben, den geht es oft nicht gut und das ist ja immer ein Dilemma.
00:14:21: man versucht natürlich auch auf Wunsch des Patienten und er ist mehr als nachvollziehbar so lange wie möglich in Dialyse begann rauszuschieben.
00:14:29: Das heißt aber die Patienten sagen ehrlicherweise auch oft gar nicht so sehr, wie es ihnen eigentlich geht.
00:14:35: Zumindest mir nicht, damit ich auch nicht auf die Idee kommen könnte zu sagen jetzt soll mit der Dialyse starten.
00:14:43: Aber gerade mit einer Schwerg- und Uningenuierkrankheit ist oft leider auch Übelkeit, Appetitlosigkeit verbunden.
00:14:48: Das machen einfach die Giftstoffe, die von den Nieren nicht mehr ausgeschieden werden.
00:14:53: Und dann kommt es zwangsläufig dazu dass die Patienten weniger essen und da ist die Gefahr für eine Mangelernährung einfach sehr sehr groß.
00:14:59: das heißt Es gibt so einen Turning Point, also ein Wendepunkt wo man einfach gucken muss.
00:15:06: Okay ich lass möglichst locker mit den Einschränkungen die die Patienten haben sollen was sie Ernährung angeht damit sie einfach genug essen und das ist mir auch in Anfangszeichen fast egal was sie essen Hauptsache sie essen Und dann muss man aber ehrlich mit den Patienten besprechen.
00:15:23: So jetzt ist vielleicht auch der Moment, wo wir dann doch mit einer Dialyse starten sollten und da erkläre ich dann immer wissen Sie das Tal wird immer tiefer in dass sie fallen und im so länger dauert es halt auch bis wir sie wieder aus diesem Teil rausbühlen können.
00:15:34: Und erst wenn die Patienten dann an der Dialysis sind, dann leg ich sehr viel Wert auf eine Ernährungsberatung.
00:15:41: Ich biete allen Patienten an, dass sie eine professionelle Ernährung Beratung einmal durch eine Ernärungsberaterin bekommen, die wir haben.
00:15:50: Die geht dann zu dem Patient und setzt sich auch mit den Angehörigen, denn oft kochen die ja gar nicht selbst zusammen.
00:15:56: Und schaut einfach was wird da gegessen?
00:15:58: Wo kann man da vielleicht noch etwas optimieren?
00:16:01: Wo können wir nochmal etwas anpassen?
00:16:02: Was sind überhaupt die Einschränkungen, die dieser Mensch haben muss?
00:16:05: Nicht jeder hat die gleichen!
00:16:07: Das ist so etwas, das früher immer gepredigt wurde Auch es ändert sich zum Glück, aber es steht auch immer noch in Ratgebern und was die Patienten im Internet finden.
00:16:15: Und dann erzählen sie stolz ich esse jetzt keinen Kalium mehr, ich esse kein Phosphat mehr, achte hier drauf, ich achte da drauf.
00:16:21: Vielleicht hat der Mensch gar kein Kaliumproblem vielleicht hat der Menschen gar kein Ph phosphat Problem?
00:16:25: Und da den richtigen individuellen Weg zu finden dafür brauchst einfach eine professionelle Beratung.
00:16:30: das können wir auch in der Praxis nicht eben so leisten.
00:16:33: Aber das machen wir wirklich erst wenn die Patienten auch an der Dialysis sind und wenn das alles eingetreten ist unter vor fragen die Patienten natürlich trotzdem, wie ist es denn?
00:16:42: Wenn ich an der Dialyse bin, darf ich doch gar nichts mehr trinken.
00:16:45: Das ändert sich nicht zu dem Zeitpunkt vorher.
00:16:49: Sie dürfen da dann trinken und wir passen das halt immer wieder mit der Zeit an.
00:16:53: Wir leben im Hier-und-Jetzt und wenn's so weit ist, sind wir dann im Jetzt und jetzt sind wir aber noch hier Und so muss man das Schritt für Schritt und individuell anpassen und auch wirklich einfach viel aufklären und viel mit den Menschen darüber sprechen und diese Sorgen ernst nehmen.
00:17:10: Genau, wir haben jetzt anfangs über Salz gesprochen.
00:17:15: Das ist in den Köpfen drin und das kann man auch bei jeder Lebensmittel nachlesen wie viel Salz im Lebensmittel ist.
00:17:21: Eiweiß, das ist noch verständlicher da haben sich die meisten mit beschäftigt doch grob in welchem Lebensmittel, Eiweiß enthalten ist und in welchen Milch.
00:17:31: Jetzt haben sie Phosphat im Kalium erwähnt.
00:17:33: Und jetzt wird es wirklich kompliziert.
00:17:35: Was ist ja das was die Ernährungsberatung dann eben auch abfängt?
00:17:40: Sie haben großartiges Angebot dass ihre Patienten die Ernahrungs Beratungen bekommen.
00:17:49: Das ist in Dialysen schon immer so ein bisschen Bestandteil von den Ärzten von den Pfafflegern oder wenn eine Ernährungsberatung da ist, ist das wirklich gut.
00:18:04: Es
00:18:05: gibt natürlich dann auch Externe, dass man halt ... Sie sind im Allgäu und ich bin in Hamburg, Deutschland ist groß.
00:18:13: Aber wichtig ist, dass die Patienten sich damit auseinandersetzen können, dass sie aufgeklärt werden.
00:18:23: ist leider in sehr viel gesunden Lebensmittel drin, vorwiegend in Obst und Gemüse.
00:18:27: Da ist man dann erst mal so ein bisschen ratlos.
00:18:29: Phosphat ist in eilweißreichen Lebensmitteln drin.
00:18:32: Plötzlich sind die Patienten mit Listen konfrontiert.
00:18:37: Und müssen da letzten Endes wie Sie auch sagen, wir sind im Jetzt?
00:18:41: Sie haben noch kein Karniumproblem.
00:18:44: Essen sie!
00:18:45: Solange bis ich Stopp sage, genauer.
00:18:49: Ich glaube das ist schon ein bisschen das Verwirrung, wo man die Patienten auch hinleiten muss und sie sehen ja... Das ist jetzt
00:18:59: noch mal
00:18:59: das gute an der Dialyse.
00:19:01: Es gibt keinen Patienten, der so gut betreut wird wie einen Dialysepatienten.
00:19:06: Ich meine er wird dreimal
00:19:08: die Woche gewogen
00:19:09: also finden vielleicht manche nicht so toll.
00:19:11: wir weiß
00:19:12: nicht
00:19:12: wie mir das geben würde.
00:19:14: Und sie haben eigentlich immer, Sie wissen immer wie es den Patienten geht da sie eigentlich relativ häufig aktuelle Laborwerte haben von den Patienten.
00:19:24: So und das eine ist dass ihr natürlich sehen die Patienten müssen jetzt eine Beratung haben.
00:19:31: Jetzt freu ich mal ganz frech.
00:19:32: können Sie an dem Laborwerten auch sehen, wie gut sich die Patienten an die Empfehlung halten?
00:19:38: Zum Teil ja.
00:19:40: Ich habe da zum Beispiel Ich habe eine Patientin, die ist schon relativ lange an der Dialyse und dann fiel so mit der Zeit auf.
00:19:50: An den Laborwerten eben, dass sie immer weniger I-Resumeblut hat das Albumien ging runter.
00:19:55: Das ist natürlich jetzt nicht der einzige Parameter, den man heranziehen sollte um zu sagen oder ist jemand schlechter näher denn es hat ja viele Einflussgrößen.
00:20:03: auch aber ist für mich schon immer einer der Punkte wo ich dann schaue Und dann mit dem Patienten sprech, was ist denn da so los?
00:20:11: So richtig hatte sie sich in letzter Zeit auch nicht mehr ernährt.
00:20:14: Irgendwie ging es ein bisschen schlechter.
00:20:15: Sie hat nicht mal gut gekocht.
00:20:17: Die Mutter, die normalerweise kocht war eine Zeit lang krank und das hatten wir besprochen.
00:20:23: Wie wär's denn nochmal ne Ernährungsberatung?
00:20:25: Wir gucken mal, wo kann man vielleicht noch etwas besser
00:20:27: machen?".
00:20:29: Ja, war sie sehr begeistert, hat sie gemacht.
00:20:32: Und die nächsten Wochen kamen sie immer zur Dialyse Okay.
00:20:38: Und hatte also immer ihre Käsewürfel dabei, gesagt ja wissen Sie?
00:20:41: Die hat mir gesagt einmal am Tag so zehn Käse Würfel und wissen die Käse ess ich gerne und da habe ich mir jetzt einfach einen guten Käse auch gekauft den ich gerne mag und den esse ich jetzt.
00:20:51: Ja und wirklich sechs Wochen später war das Eifers angestiegen und auch andere Parameter die wir dann immer so messen oder erheben waren einfach besser geworden.
00:21:00: Es war eine schöne Geschichte es hat sie auf fortgesetzt.
00:21:02: Jetzt macht sich nicht mehr jeden tag aber bringt eigentlich fast immer so Dialyse mit.
00:21:07: Das sind so einfache Kniffe, für die man ein bisschen Zeit braucht.
00:21:12: Und deswegen möchte ich auch wirklich betonen, lege ich es so groß im Wert auf Ernährungsberatung wenn das sind Dinge.
00:21:18: ja wir sehen die Dialyse Patienten dreimal pro Woche aber wir haben trotzdem leider nicht die Zeit solche Beratungen dann so durchzuführen denn das braucht einfach einen Moment bis man alles mal so erhoben hat was wie ernährt sich der Patient?
00:21:32: Was ist Und dann da eben solche Knips noch zu finden.
00:21:37: Da brauchen wir einfach jemand professionelles und das ist in meinen Augen wirklich eine sehr, sehr sinnvolle Ergänzung zur unserer Therapie.
00:21:46: Also da zum Beispiel habe ich das an den Laborwerken gesehen.
00:21:49: aber Laborwerte sind auch nicht alles und ich möchte aussagen ich möchte die Patienten auch nicht kontrollieren denn Es geht ja auch gar nicht um uns.
00:21:57: Ich nenn's immer Labor-Kosmetik, es geht nicht darum, dass es den Menschen gutgeht.
00:22:04: und wir haben auch Patienten die sagen Frau Doktor lassen sie mich damit in Ruhe ich möchte das nicht ich möchte jetzt leben ich möchte so Leben wie ich lebe Und wenn ich dafür zwei drei Jahre früher sterbe dann ist es mir das Verb gewesen.
00:22:16: Das ist für mich vollkommen okay.
00:22:18: Die Menschen müssen aufgeklärt sein.
00:22:20: die Menschen wissen was es bedeutet tun und welche Konsequenzen das hat.
00:22:25: Und wenn sie dann sich nicht gesund ernähren möchten, dann nehme ich das genauso zur Kenntnis, betreue die Patienten weiter und bin bestimmt nicht beleidigt.
00:22:33: Sondern ich möchte einfach das Beste für jeden Einzelnen rausholen.
00:22:36: Wenn jemand für sich entscheidet, die Pommes jeden Tag und die Kartoffelschips – das ist genau das Richtige!
00:22:41: Für mich kann ich zwar ein paar mal sagen, glaube ich zwar nicht aber ... Wenn Sie das Gefühl haben, dann ist es das Richtige für sie und die Patienten, die sich damit beschäftigen möchten.
00:22:53: Für die bin ich immer gerne bereit auf das Möglichste
00:22:56: rauszuholen.".
00:22:58: Das ist ja, wenn ich eingangs schon sage, das Schöne an Ihrer Kombination sind Nefrologen und Ernährungsmedizinerinnen.
00:23:04: Und wenn man die Ernährung Medizinerin in Ihnen nicht benötigt, dann hat man immer noch die Nefrologen.
00:23:11: Dann können Sie sagen okay, ich lasse die Ernärungsmedizinerin jetzt mal ein bisschen nach hinten Die Nefrologen ist jetzt von und ganz für sie da aber ich als Ernähr- Beraterin konnte ja nur Ernährung.
00:23:21: Das heißt, wenn jemand sagt, ich brauche dich nicht, dann brauchte er mich
00:23:24: nicht.".
00:23:25: Ich musste
00:23:25: damit ein bisschen klarkommen.
00:23:27: aber ich habe auch gesagt, wenn ich mir meine Ernährungen angucke, ich möchte hier nicht so ins Detail gehen.
00:23:32: Aber ich kann nur sagen, auch ein jeder Mensch hat einen Recht auf seine ganz eigene Ernährungs- und gesunde.
00:23:38: ErnährUNG ist jetzt keine Bürgerpflicht in dem Sinne, aber es ist unsere Pflicht die Leute aufzuklären!
00:23:45: Und das sind zwei Paar Schuhe Und dann war ich auch ganz gut damit klar.
00:23:53: Wenn man den Patienten auch klar macht, das ist okay für mich, hat man wieder einen anderen Zugang und wenn sie ein anderes Problem tatsächlich haben, wo man wieder gebraucht wird, dann ist man auch nochmal auf einer anderen Kommunikationsebene.
00:24:09: Das fand ich auch sehr wichtig.
00:24:13: Aber was wäre denn jetzt, das haben wir so viel übergesprochen?
00:24:16: Über Eiweiß.
00:24:18: Über Salz.
00:24:18: Über Kalium.
00:24:19: Über Phosphat.
00:24:22: Über die regelmäßigen Gewichtskontrollen.
00:24:25: Was ist denn Ihrer Meinung nach die größte Herausforderung für die Dialysepatienten?
00:24:32: Also salzarme Ernährungen, über die wir vorhin schon besprochen haben, sind einfach eine große Herausforderung Und das Problem an der Salz, oder beziehungsweise das Problem am Salz ist, dass Salz auch Durst macht.
00:24:43: Und das zweite ganz große Problem für die Patienten ist der Durst und die Trinkmenge gibt Dialysepatienten oft auf.
00:24:52: die Bauchfeldialysepatienten, die sind da was das angeht tatsächlich ein bisschen im Vorteil.
00:24:58: Die haben oft noch eine gute Ausscheidung also eine gute Urinausscheidungen oder aber machen das regelmäßige, hemodialöse Patienten haben da vielleicht mehr Einschränkungen.
00:25:07: Weil die in Anführungszeichen nur dreimal die Woche kommen was ja auch schon sehr viel ist.
00:25:12: Die Trinkmenge ist einfach das allergrößte Problem.
00:25:14: Wenn man sich da einschränken muss wird der Durst auf einmal riesengroß und Das ist für viele Patienten ein Problem das zu kontrollieren Und das kann ich auch wirklich verstehen Gerade an heißen Tagen wenn man dann nur einen Liter trinken darf.
00:25:29: natürlich haben wir auch da gute Tricks im Sinne von lutschen sie Eiswürfel, trinken sie Wasser mit Zitrone in kleinen Schlucken, schenken Sie sich immer nur wenig ins Glas und machen das Glas nicht ganz voll.
00:25:42: Aber das sind alles so Tricks...
00:25:46: Das ist wichtig, ne?
00:25:49: Ja genau!
00:25:49: Und
00:25:50: auch da gibt es den der besser damit zurechtkommt und den der schlechter damit zerecht kommt und das ist einfach so.
00:25:56: aber es ist leider schon so dass viel Wasser einfach auch wirklich eine Riesenbelastung für den gesamten Organismus ist.
00:26:03: Für das Herz, für die Leber und für die Lunge.
00:26:06: Das ist leider schlecht und da können wir immer wieder nur motivieren doch zu versuchen weniger zu trinken.
00:26:16: Ich habe dann irgendwann in meiner Not den Patienten vorgeschlagen alles zu löffeln.
00:26:23: Wenn ich gesagt wurde, darf ich Bier mal nicht ja drei Esslöffel Mittwochs und drei Eslöffel Freitags.
00:26:29: Das nimmt dem Ganzen so ein bisschen die Schwere.
00:26:33: Und
00:26:33: es wurde tatsächlich von einigen Leuten ausprobiert gerade von einem Dialusipatienten der unbedingt auf die Transplantliste wollte und sein Flüssigkeitshaushalt dafür in Griff kriegen musste.
00:26:45: Da hat natürlich eine Motivation gehabt hat das dann aber nicht durchgehend.
00:26:49: Aber er hat es mal ausprobiert und gut, das ist klar ne?
00:26:53: Das ist so ein bisschen auch mit einem zwinkernen Auge beraten.
00:27:01: Weil sie das gerade ansprechen mit der Motivation und dem Durchhalten... Ich denke man muss sich kleine Ziele setzen die man auch wirklich durch halten kann.
00:27:09: denn die großen Ziele?
00:27:13: Also ganz überspitzt gesagt, heute rauche ich nur noch eine Schachtel.
00:27:16: Ab morgen rauche ich dann nur noch ne halbe Schachteln und hab übermorgen fünf.
00:27:20: Und dann ... Übermorgen habe ich ganz aufgehört und danach höre ich auch noch auf Alkohol zu trinken.
00:27:24: Das wird nicht klappen!
00:27:25: Sondern man muss das... Man muss es auch wirklich sehr lobend immer wieder unterstützen wenn ein Patient auch nur kleine Ziele erreicht hat.
00:27:32: Wenn er vielleicht montags zur Dialyse nur noch fünf Liter Wasser zu viel mitgebracht hat statt die Wochen davor sechs Liter weil dann Es darf das vielleicht in vier Wochen auch nur noch vier Liter mitzubringen und in kleinen Schritten, dass langsam integrieren kleine Ziele setzen.
00:27:47: Und die wirklich umsetzen statt sich große Ziele setzten, die eine Woche durchhalten und dann ist vorbei.
00:27:53: Genau jeden Tag einen S-Löffel weniger!
00:27:55: Das wäre auch noch weh!
00:27:58: Möblichkeiten, ich glaube gerade bei der Trinkmenge.
00:28:00: Das ist so unmittelbar.
00:28:03: die Menschen merken, ich habe Durst das merken sie, sie merken nicht ich hab zu wenig Eiweiß oder zu viel Karnium.
00:28:08: vielleicht schonen aber nicht sofort.
00:28:11: und das trinken und den Durst und auch die zuviel Wasser im Körper das merkt man unmittelbare da kann man die Leute glaube ich noch am ehesten erreichen.
00:28:23: Genau, aber dann haben wir jetzt über Salz und Trinken gesprochen.
00:28:27: Das ist sehr in den Köpfen drin.
00:28:29: Sie haben auch schon die Patientengeschichte mit den Eiweißdürfeln erwähnt.
00:28:37: Aber das ist natürlich ... Sie haben gesagt Mangelernierung vor der Dialyse oder kurz vor Beginn der Dialese.
00:28:45: Auch während der Dialoise kann es zu Mangelernerungs- Problemen kommen.
00:28:52: Ich habe leider selber auch erwähnt, wenn man zu viel Ernährungsberatung macht, dann sind die Leute so verwirrt, dass sie manchmal gar nicht wissen.
00:28:59: Deswegen haben Sie ja auch gesagt kleine Ziele.
00:29:03: Wenn man jetzt wirklich alles gemacht hat, die Leute sind diszipliniert?
00:29:07: Jetzt haben Sie natürlich auch eine
00:29:09: Erkrankung!
00:29:10: Es ist ja noch nicht nur die Dialyse und eben auch der Mensch, der Organismus und vielleicht die ein oder andere Erkrankung, die noch dazukommt.
00:29:21: Wenn die Ernährung jetzt nicht ausreicht und die Ernührungsberatung auch alles mit den Patienten besprochen hat, dann vielleicht eine Appetitlosigkeit.
00:29:32: Ich weiß nicht wie ist AppetITlosigkeit?
00:29:33: Ist das ein Problem bei Dialyse-Patienten?
00:29:36: an der Dialyse noch?
00:29:38: Ja, und tritt immer wieder auf.
00:29:40: Das fällt mir auf Patienten, die vielleicht anfangs appetitlos waren.
00:29:44: Dann hat man angefangen, die Dialyse zu machen in zwei, drei Monate.
00:29:48: Es geht dem Patienten deutlich besser.
00:29:49: Sie essen wieder Und dann nach einem Jahr kommt vielleicht auch irgendeine andere kleine Erkrankung wieder dazu.
00:29:54: Das kann ein einfacher banaler Infekt sein und zack ist der Appetit wieder weg, und dann dreht sich die Spirale schnell, dass man dann wieder eine Mangelernährung rutscht und das dann der Appétit wieder kommt oder auf den Geschmack.
00:30:05: also viele Patienten klagen auch darüber, dass sie einfach keinen Geschmck haben.
00:30:10: Das ist immer ein großes Problem und gibt es sich zum Glück auch oft von selbst wieder?
00:30:17: Manchmal aber leider auch nicht!
00:30:20: Und die Leute können verzweifeln sein, weil sagen Menschen jetzt haben wir schon so oft miteinander gesprochen.
00:30:29: Ich habe jetzt wirklich alles gemacht aber mein Gewicht purzelt weiter nach unten.
00:30:34: das kriegt man ja nun immer unmittelbar mit Was.
00:30:39: was gäbe es da für Möglichkeiten?
00:30:42: Da hab ich mir über die Zeit zum Stufenkonzept erarbeitet.
00:30:46: also natürlich Sie haben's ja schon gesagt Ernährungsberatung dass dann einfach ans Ende kommt.
00:30:52: Dann wird aber ja oft von den Ernährungstherapeutinnen und Therapeuten auch schon von selbst angesprochen, wie wär's denn mit einer Zusatznahrung?
00:30:59: Eine Anreicherung von Nahrungen – da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten!
00:31:02: Es gibt es als Pulver, das gibt es also als Trinknahring, die man natürlich optimalerweise nicht als Ersatz sondern als Zusatz sieht.
00:31:09: Das gibt es in Süßes, das gibts in Herzhaft... Also auch da gibt´s alle Varianten.
00:31:14: Das lasse ich die Patienten auch gerne einmal ausprobieren ob das was für sie wäre und wenn ja rezeptiere ich das natürlich.
00:31:20: Damit erreicht man oft schon ziemlich viel, muss man sagen.
00:31:23: Es gibt aber leider auch immer wieder die Patienten, die vertragen es nicht und da gibt es dann was die Hemodealyser angeht noch die Möglichkeit in die Maschine direkt also direkt ins Blut zusätzlich eine Nahrung zu geben dass die Patienten zusätzlich Kalorieneiweiß- und Fett haben so das man da die Patienten auch
00:31:44: gut
00:31:45: aus meiner Sicht wieder aus der Mangelernährung rausholen kann zusätzlich geben kann, so dass man dann wieder eine Besserung erreicht.
00:31:53: Und ich habe es auch schon oft erlebt das dann dadurch auf der Appetit wiederkommt.
00:31:58: Das ist nämlich etwas wo dann viele bedenken haben und sagen aber wenn ich jetzt hier schon alles kriege, dann esse ich doch nichts mehr, dann hab' ich doch keinen AppetIT mehr!
00:32:06: Es ist aber tatsächlich oft das Gegenteil weil durch die Besserungen des Zustandes kommt's dann auch wieder zu Appetiten.
00:32:12: Dann können die Patientinnen und Patienten wieder selber essen und dann kann man das Ganze auch wieder beenden.
00:32:18: Das fasse ich noch mal zusammen.
00:32:20: Ich finde es halt auch großartig, dass gerade bei Dialyse-Patienten ... Wir haben ja über Kalim, über Phosphat gesprochen, über Eiweiß gesprochen.
00:32:27: die Orale Ernährung ist ja schon komplex genug und man hat aber die Möglichkeit bei der Trinknahrung wenn das notwendig ist sogar eine Dialyse adaptierte Nahrung auch zu verschreiben wie elektronisch reduziert ist so dass die Patienten da jetzt nicht verunsichert sein müssen.
00:32:44: Und wenn das nicht funktioniert, dann hat man die Möglichkeit an der, also man hat ja an der Hemodernöse eh den Zugang zum Blut praktischerweise.
00:32:55: Und kann dann an der Dialyse eine Infusionstherapie wirklich durchführen, die ist dann quasi unter Umgehung des Magendarm-Traktes.
00:33:03: Ist alles schon direkt drin, Aminosäure und Glucose Fette.
00:33:06: Also ich find toll dass wir diesen Blumenstrauß haben von der oralen Ernährung aber auch den Patienten.
00:33:13: dann noch, ich lass dich in Ruhe wenn das für dich jetzt nicht wichtig
00:33:16: ist
00:33:16: wie die Dialusetherapien Wenn du aber mehr willst, viele Stufen, um dir zu helfen.
00:33:24: Das finde ich großartig und das eben auch alles in diesem therapeutischen Kontext.
00:33:31: die Patienten haben im Prinzip einen Ansprechpartner mit ihnen der quasi Dialysikern- und Ernährung und dann auch noch Zusatzangebote
00:33:39: hat.
00:33:39: Ich
00:33:41: glaube, ich muss umziehen falls ich Dialyse friedlich werde, muss ich ins Allgäu.
00:33:45: Es gibt auch gute Kollegen und Kolleginnen bei Ihnen in der Region Ja
00:33:50: genau.
00:33:51: Und jetzt möchte ich trotzdem, auch wenn ich jetzt den Eindruck habe, ihn macht alles Spaß.
00:33:56: Es ist ein tolles Gespräch mit ihm.
00:33:59: Gibt es etwas was Sie besonders gerne machen an Ihren?
00:34:02: Was macht Ihnen am meisten Spaß in Ihrem Job?
00:34:06: Das ist ganz klar die Herausforderung für jeden Menschen und ich sag bewusst Menschen nicht Patienten sondern für jedem Menschen das individuelle Beste für ihn zu finden also die individuelle beste Therapie Die auf ihn zugeschnitten ist und die für ihn passt.
00:34:22: Da haben Sie sicher mit den nephrologischen Patienten auch die richtigen ausgesucht, wo sie eben auch individuelle Lösungen wirklich suchen und finden werden.
00:34:32: Und ich muss ehrlich sagen... Ich habe keine weiteren Fragen mehr!
00:34:41: Haben noch irgendwas nicht gefragt was Sie sagen wollten?
00:34:46: Was ich nochmal betonen wollte.
00:34:50: ganz wichtig weil Sie vorhin sagten dass gerade gesunde Lebensmittel-Fikalium haben und eifersreiche Nahrungsmittel viel Fossat haben.
00:35:00: Das hat sich in den letzten Jahren ja sehr gewandelt, da gab es wirklich... Man muss das Paradigmenwechsel nennen.
00:35:06: Und deswegen sind viele von den Broschüren leider immer noch veraltet.
00:35:11: Und ganz toll ist, dass die Kommission für Ernährung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie auch sehr dafür einsetzt, dass das alles nach und nach umgeschrieben wird.
00:35:22: Denn man hat festgestellt oder herausgefunden in den letzten Jahren, dass die Quelle extrem entscheidend ist.
00:35:29: Es ist nicht entscheidender reine Kaliumgehalt, es ist nicht entscheiden der reine Phosphatgehalt sondern die Quellen ist ganz wichtig und da geht der Trend immer weiter hin zur vegetarisch orientierten Ernährung.
00:35:41: ich sag bewusst orientiert denn ich möchte niemandem das Fleisch verbieten, verbieten is in der Ernährungsmedizin ganz falsch.
00:35:48: aber dass man sich wirklich versucht, seine Nahrung in diese Richtung umzustellen.
00:35:55: Denn pflanzliche Quellen, alles Kalium was aus pflantlichen Quellen kommt wird nur zu fünfzig Prozent aufgenommen und je mehr Ballaststoffe wir dazu aufnehmen, umso weniger wird es aufgenommen denn dann bleibt das gleich im Darm und wird wieder ausgeschieden.
00:36:06: Das Kalium und auch was das Phosphat angeht.
00:36:09: Phosphate aus pfanzlichen Quellens wird viel weniger aufgenommen als aus tierischen Quellen.
00:36:13: und ganz schlimm und deswegen auch Eingangs schon mein Appell fertig Produkte möglichst vermeiden.
00:36:19: daraus sind, das wird zu neunzig Prozent aufgenommen.
00:36:22: Und in Fertigprodukten sind viele Kaliumsalzer, sind viele Phosphatsalze um das Ganze haltbar zu machen, um das ganze auch natürlich geschmacklich nochmal voranzubringen Auch nach Wochen nach denen das dann zubereitet wird.
00:36:35: und dass wird zu Neunzig-Prozent aufgenommen.
00:36:37: aber das ist mir wirklich noch mal ganz wichtig auch zu betonen dieser Paradigmenwechsel nicht auf reinen Kalium auf einen Phosphate Gehalt in der Nahrung zu achten sondern auf die Quelle dessen zu achte.
00:36:49: Ja, genau.
00:36:50: Dann bleibt mir noch zu erwähnen, dass ihr Mitglied der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie sind und das jeder auch Zugriff hat auf die Website.
00:37:01: man kommt da relativ leicht ran.
00:37:04: Man braucht nur Google Ernährungs- und Deutsche Gesellschaft für Nephrologie dann sieht man auch ein Foto oder sind sie drauf?
00:37:12: Mit der Kommission mit vielen tollen Fachleuten Und da sind dann natürlich auch in Broschüren oder Merkblätter, die einen ersten Mal frisch irritieren.
00:37:27: Weil da sieht man also frischen Salat und Schafkäse-Oliven glaube ich... Auf jeden Fall frisches Gemüse und die Pizza und die Chips und der Kuchen und die Schokolade.
00:37:39: Es ist ja auch Schokoladen verarbeitet!
00:37:41: Muss sich
00:37:42: hochverarbeitet... Mit Schrecken?
00:37:44: Jaaa!
00:37:44: Ja, aber ich finde die Stärkinsache gut.
00:37:46: Okay ist ein anderes Thema.
00:37:49: Ist hochverarbeitet genau und dass man zumindest nicht mehr die Angst hat vor diesen gesunden Lebensmitteln, da bin ja auch eine davon gewesen wirklich über Jahre frisches Obst und Gemüse eher nicht empfohlen haben.
00:38:08: So wie Sie mit dem Frühstück anfangt über den Tag verteilen, das man wirklich über den knabbert, mal einen Absel schnitzt ist.
00:38:16: Mal vielleicht auch vermeintlich kaliumreiche Lebensmittel sich angucken.
00:38:22: jetzt muss man eh gucken es ist eine Liste auf der Website wo nochmal hier die Das Verhältnis zwischen Ballerstoffen und Kalium aufgedröselt wurde, und plötzlich ist die Erdnuss nicht mehr so gefährlich.
00:38:39: Das war für mich auch ein A-Erlebnis gewesen.
00:38:42: Erdnos ist pflanzliches Eiweiß und hat Ballerstofe und ist in einer günstigen Kombination wie ... Jetzt musst du mal nachfragen, wenn Sie jetzt das den Patienten so erzählen, die schon länger an der Dialyse sind?
00:39:01: Wie
00:39:02: reagieren die da drauf?
00:39:04: Eigentlich freudig.
00:39:06: Erstmal freudigt, dass man ihnen eben sagt ist in Maßen nach Möglichkeit aber ist was diese Dinge angeht.
00:39:17: und dann muss ich auch sagen also wenn ich ein Patient habe bei dem ich das Gefühl hab, dass der sich wirklich gesund und gut ernährt Aber trotzdem immer mit einem hohen Kalium kommt Dann haben wir auch noch andere Möglichkeiten.
00:39:28: wie wir das wieder runter bekommen geht für mich ganz klar die gesunde Ernährung vor.
00:39:39: Es ist unheimlich vieles möglich, man muss sich nicht mehr eingeschränkt fühlen an der Dialyse.
00:39:46: es sind sogar neue Erkenntnisse auch schon sozusagen veröffentlicht auf Website der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie.
00:39:56: Das ist großartig.
00:39:58: und ja, dann kann ich mich jetzt noch mal bedanken für das tolle Gespräch.
00:40:03: Echt danke Ihnen!
00:40:06: Appetit auf Leben.
00:40:12: B. Braun ist ein weltweit führendes Medizintechnik-Unternehmen mit seinem Stammsitz im nordhessischen Melsungen und über Was uns antreibt, ist das Ziel die Gesundheit von Menschen auf der ganzen Welt zu schützen und zu verbessern.
00:40:28: Zu unseren Produkten- und Dienstleistungen gehört auch die enterale und parenterale Ernährungstherapie.
00:40:34: Es ist uns ein Anliegen, Menschen mit Mangelernährung zu begleiten!
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